Ziele

Besonders wichtig sind uns in der Zwergenstube

Tragfähige Beziehung zum Kind

Sie beginnen die ersten Tage mit ihrem Kind gemeinsam. Dabei hilft uns das Berliner Eingewöhnungsmodell, einen schrittweisen Übergang vom Elternhaus in die Krippe zu gestalten. Die Kinder fassen Vertrauen zu uns und können so ihre Bezugsperson immer mehr loslassen. Am Ende der gelungenen Eingewöhnung (nach ca. 2-4 Wo.) sehen wir ein Kind, das gerne zu uns kommt und mit uns eine Bindung eingehen kann. Das Kind kann uns vertrauen, sich trösten lassen und auch Nähe zulassen. Darauf baut letztendlich alles Andere auf.

Das morgendliche Hereinkommen

Gerade hier können wir schon entdecken, wie ihr Kind gelaunt ist, ob es noch müde ist oder in irgendeiner Weise besondere Aufmerksamkeit benötigt. Mit der Zeit gewöhnt sich ihr Kind an die Abläufe in der Garderobe mit dem Tasche aufhängen, Ausziehen, Schläppchen anziehen und kommt dann letztendlich in die Gruppe. Mit der Zeit wird ihr Kind immer mehr Schritte alleine bewältigen wollen. Auch geht jedes Kind mit dem Abschied von den Eltern immer etwas anders um.

Eine für die Kinder gut nachvollziehbare Tagesstruktur

Wir haben über den Tag verteilt verschiedene Ankerpunkte, die sich täglich wiederholen (z.B. Morgenkreis, Essenszeiten Schlafzeiten, Spielen im Garten). Daran können sich ihre Kinder gut orientieren, da sie den Tag in kleinere ” Portionen” aufteilen. Dazwischen findet dann noch Anderes statt wie z.B. Kneten, Malen, Schnipseln u.v.m.
Auch ergibt sich hier die Möglichkeit, sich mit einem Kind intensiver zu beschäftigen

Was braucht das Kind heute

Es gibt Tage, da wollen die Kinder mit dem Singen nicht mehr aufhören o. einem Kind ist es in der Gruppe zu laut und es möchte lieber etwas abseits spielen. Wir sind immer wieder auf der Suche nach interessanten Beschäftigungsmöglichkeiten für unsere Zwerge und pflegen schon deshalb einen regen Austausch – auch mit unseren Krippis. Es bleibt zwischendurch immer wieder Zeit zum Quatsch machen, Knuddeln oder auf dem Schoß sitzen, ausruhen und beobachten.

Stärken des Gruppengefühls durch gemeinsames Tun

Der Mensch ist ein soziales Wesen und lernt am besten, wenn er sich wohlfühlt. Gerade mit Gleichaltrigen macht das richtig viel Spaß. Wir helfen zusammen beim Gießen unserer Blumen, wenn wir gemeinsam einen Stuhlkreis stellen oder nach einem Regenguss in Pfützen springen. Wir tragen schwere Gegenstände an einen anderen Platz oder gehen in Kindergartennähe Pferde und das Wildschwein füttern. Kinder lieben das Gefühl, etwas zusammen geschafft zu haben.

Stärken der Kompetenzen der Kinder

Jedes Kind bringt andere Fähigkeiten und Fertigkeiten mit in die Krippe. Unser Ziel ist es, unsere Zwergen in vielen und wichtigen Bereichen wie Sozialverhalten, in der Sprache, im grob- und feinmotorischen Bereich, im lebenspraktischen Alltag und vielem mehr ( durch z.B. das Bereitstellen immer wieder wechselnden Materials )so weit zu unterstützen, dass sie eine gute Basis für ihr weiteres Leben bekommen. Sie lernen durch Ausprobieren, durch viele Wiederholungen und dadurch, dass sie Dinge- die sie können- auch selbst tun dürfen. Das stärkt wiederum ihr Selbstvertrauen.

Die Schlafsituation so angenehm wie möglich gestalten

Unsere Krippis schlafen bei uns in Bettchen im Nebenraum. Sie können ihr eigenes Bettzeug , Kuscheltiere oder andere Dinge mitbringen. Der Raum ist verdunkelbar und in der Einschlafphase ist Krippenpersonal anwesend, ansonsten ist unser Babyphon eingeschaltet.
… dass die Kinder sich regelmäßig und abwechslungsreich bewegen
So oft es uns möglich ist, gestalten wir das Bewegungsangebot nach dem Wetter. Ist es schön, sind wir im Garten oder bei Spaziergängen in und um Obersfeld zu finden. In der Turnhalle sind wir mindestens einmal die Woche, wo wir wieder andere Fertigkeiten wie Hochsteigen, Runterspringen und Mutig-Sein trainieren können. Bei schlechtem Wetter bauen wir auch mal einen Hindernis-Parcour in der Gruppe auf.

Der gute Kontakt zur Regelgruppe

Da wir eine Krippe mit nur acht Plätzen sind, ist es uns möglich, regelmäßig bzw. auch mal spontan die Großen (an einer gemeinsamen Feier) zu besuchen. Wir schauen in der Regelgruppe z.B. an Erntedank, am Aschermittwoch oder zu einem leckeren Buffet vorbei . Auch treffen sich die Kinder aus den unterschiedlichen Gruppen im Garten wieder. Krippenkinder, die morgens früher kommen und/oder mittags länger bleiben, haben täglich die Möglichkeit, mit den Älteren Kontakt aufzunehmen, von ihnen zu lernen.
Dies ist wiederum für einen späteren Übergang der Kinder von sehr großem Vorteil und erweitert ihren Horizont. Ab der Mittagszeit begleitet das Krippenpersonal die länger gebuchten Kinder beim Aufenthalt in der Regelgruppe.

Lernprozesse festhalten

Wir begleiten ihr Kind während der Krippenzeit – auch mit der Kamera. Jeder Krippi bekommt einen Ordner, in dem wir seine Entwicklungsschritte festhalten und mit entsprechenden Begleittexten versehen. Hier zeigt das Kind z. B. dass es mit der Schere schon ganz allein umgehen kann oder Material nach verschiedenen Farben sortiert. Auch ergänzen teilweise die Eltern einzelne Einlage-Blätter mit schönen Erinnerungen und Lernerfahrungen, die zuhause entstanden sind. Das Portfolio ist für das Kind etwas sehr Persönliches. Darum entscheidet es auch, wer es mit ihm zusammen anschauen darf. Der Ordner wird von der Regelgruppe weitergeführt und am Ende der Kindergartenzeit mit nach Hause gegeben. Später erinnern sich die Kinder anhand der Mappe an die sehr prägende Zeit zurück, an tolle Erlebnisse und Situationen, in denen es mit seinen Freunden Spaß hatte.

Erleben religiöser Traditionen

Wir sind eine katholische Einrichtung und es ist uns sehr wichtig, dass unsere Kinder einen Bezug zum Glauben bekommen. Wir erreichen das durch religiöse Erzählungen bzw. Geschichtensäckchen, das regelmäßige Beten und das Feiern im kirchlichen Jahreskreis.
Dazu gehört auch das Entzünden unserer Jesuskerze.

Unterstützung bei der Sauberkeitserziehung

Auch ihr Kind wird irgendwann an den Punkt kommen, an dem es keine Windel mehr braucht. Nach Absprache mit den Eltern werden wir mit dem Kind üben, auf’s Töpfchen bzw. die Toilette zu gehen. Wir erinnern ihr Kind immer wieder an’s “pieseln”, da es im Spielen oft vergessen wird oder unwichtig erscheint. Wenn es mal in die Hose geht, macht das überhaupt nicht ‘s – wichtig ist, dass wir einen Weg finden, ihr Kind zum regelmäßigen Toiletten-Gang zu motivieren.

Sich als Kind wohlfühlen

Bei all dem Fördern, Herstellen von Kunstwerken und geschäftig sein dürfen wir nicht vergessen, wie wichtig es für unsere Kleinen ist, sich bei uns rundum wohl zu fühlen und gerne in die Krippe zu kommen. Glückliche Kinder sind ein Segen für jeden – für uns als Krippenpersonal, genauso wie für alle Eltern. Deshalb versuchen wir, uns gut auf die Kinder einzustellen, immer wieder entsprechende Impulse zu setzen und für eine angenehme Gruppenatmosphäre zu sorgen.

Guter Kontakt zum Elternhaus zu haben

Wir sind eine familienergänzende Einrichtung und deshalb ist es für Sie als Eltern und uns sehr wichtig, Hand-in-Hand zu arbeiten. Gerade das morgendliche Bringen und die spätere Übergabe bietet meist die Möglichkeit, sich über wichtige Belange ihres Kindes auszutauschen. In regelmäßigen Abständen finden Elterngespräche statt, bei Bedarf oder auf Wunsch auch öfter. Hierfür werden wir auch angefertigte Beobachtungen und das Portfolio für das gemeinsame Gespräch verwenden, um unsere – vielleicht auch unterschiedlichen – Sichtweisen auf ‘s Kind abzugleichen.